Klaviersonate BB88 • Sz.80
Violinsonate BB124 • Sz.117
Sonate für Violine und Klavier Nr.1 BB84 • Sz.75
Georg Sarkisjan ist ein lettischer Geiger, dessen künstlerische Arbeit sich durch stilistische Offenheit und eine klare musikalische Sprache auszeichnet. Er ist sowohl als Solist wie auch als Kammermusiker und Konzertmeister tätig. Seine Ausbildung begann an der Emīls Dārziņš Musikschule in Riga bei Dace Bērzāja. Anschließend studierte er bei Prof. Ida Bieler an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, wo er 2010 sein Diplom mit Auszeichnung erlangte und 2013 das Konzertexamen mit höchster Auszeichnung abgeschlossen hat.
Er wurde bei mehreren internationalen Wettbewerben in Litauen, Tschechien, der Ukraine und Russland ausgezeichnet. Als Kammermusiker erhielt er 2008 und 2014 erste Preise beim Schmolz-und-Bickenbach-Wettbewerb – jeweils als Mitglied eines Streichquartetts und eines Streichtrios.
Im Jahr 2010 wurde Georg Sarkisjan mit dem Musikpreis der Bruno-Frey-Stiftung geehrt und erhielt ein Stipendium des PE-Förderkreises für Studierende der Musik in Mannheim. Von 2010 bis 2013 war er Stipendiat der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, wo er prägende Erfahrungen als Kammerorchestermusiker sammelte.
Seine Orchestertätigkeit führte ihn unter anderem als stellvertretenden Konzertmeister zu den Bochumer Symphonikern (2014–2015) sowie als Ersten Konzertmeister zum Lettischen Nationalen Symphonieorchester (2015–2022). In den Spielzeiten 2022–2023 war er stellvertretender Konzertmeister bei den Bergischen Symphonikern; seit 2023 ist er an der gleichen Position beim Sinfonieorchester Wuppertal tätig.
Sein Solodebüt gab er 2010 im Beethoven-Haus Bonn gemeinsam mit dem Pianisten James Maddox. Es folgten Konzerte mit Ensembles wie den Düsseldorfer Symphonikern, der Klassischen Philharmonie Bonn, dem Lettischen Nationalen Symphonieorchester sowie verschiedenen Festivalorchestern. Eine künstlerische Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Pianisten James Maddox, Georg Kurdijan und Keigo Mukawa, mit dem er sämtliche Violinsonaten von Ludwig van Beethoven in einer Konzertreihe zur Aufführung brachte.
In den vergangenen Jahren interpretierte er unter anderem Violinkonzerte von Brahms, Mozart (G-Dur), Tschaikowsky und Chatschaturjan. Darüber hinaus gestaltete er mehrere Sonatenabende mit dem Pianisten Georg Kurdijan, mit Werken von Schumann, Beethoven, Janáček und Karen Chatschaturjan sowie Kompositionen lettischer Komponisten.
Ein zentraler Beitrag zu seiner Diskografie ist die Einspielung ausgewählter Werke von Béla Bartók für Violine und Klavier beim Label Coviello Classics, darunter die Sonate für Solovioline BB 124 Sz. 117, die Violinsonate Nr. 1 BB 84 Sz. 75 sowie die Sonate für Violine und Klavier BB 88 Sz. 80.
Neben seiner Konzerttätigkeit widmet er sich der pädagogischen Arbeit. Seit 2018 ist er Dozent an der Jāzeps Vītols Musikakademie in Riga, seit 2022 zudem Lehrbeauftragter an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.